Voller Hoffnung

Saphira
Kostbare Schätze

Eine persische Sage erzählt von einem Mann, der am Strand des Meeres entlang geht und ein Säckchen voll kleiner Steine findet. Achtlos lässt er die Steine durch seine Finger gleiten und schaut dabei auf das Meer. Er beobachtet die zahlreichen Möwen, die auf den Wellen schaukeln, und wirft übermütig mit den Steinchen nach den Vögeln. Spielerisch schleudert er die kleinen Dinger ins Meer, und eins nach dem anderen versinkt in den Wogen. Einen einzigen Stein behält er in der Hand und nimmt ihn mit nach Haus.

Groß wird sein Schrecken, als er beim Schein des Herdfeuers in dem unscheinbaren Stein einen funkelnden Diamanten erblickt. Wie gedankenlos hat er den ungeheueren Schatz verschleudert. Er eilt zum Strand zurück, die verlorenen Diamanten zu suchen. Doch vergebens, sie liegen unerreichbar auf dem Meeresgrund verborgen. Keine Selbstanklage und Reue, keine Tränen und Vorwürfe können ihm den achtlos weggeworfenen Schatz zurückgeben.

Spielen wir nicht ebenso mit den uns geschenkten Tagen unseres Lebens? Gedankenlos lassen wir die "kleinen Dinger" durch unsere Hände gleiten und werfen sie spielerisch fort. Wir träumen vom großen Leben und verschleudern die einzelnen Tage. Bis wir dann erschrocken festelllen, welche kostbaren Schätze die Tage unserens Lebens sind, die wir vertändelt und vertan haben.

Jeder Tag ist ein Schatz und birgt in sich die Möglichkeit, erfüllt zu leben. Sorgsam und bewusst wollen wir mit unseren Tagen umgehen. Denn unser großes Leben besteht aus vielen kleinen, richtig gelebten Tagen.

"Carpe diem!" - pflücke den Tag, sagt ein altes Sprichwort. Ganz neu wollen wir unsere einzelnen Lebenstage empfangen, gestalten, erfüllen und in Gottes Hand zurücklegen.

Axel Kühner

Viele Grüße Saphira
Saphira
Die drei Siebe

Ganz aufgeregt kam einer zum weisen Sokrates gelaufen: "Höre, Sokrates, das muss ich dir erzählen, wie Dein Freund..."

"Halt ein!" unterbrach ihn der Weise. "hast Du das, was Du mir erzählen willst, durch die drei Siebe gesiebt?

"Drei Siebe?", fragte der andere verwundert. "Ja, drei Siebe. Das erste Sieb ist die Wahrheit. Hast Du alles, was Du mir erzählen willst, geprüft, ob es wahr ist? "Nein, ich hörte es erzählen."

"So, so. Aber sicher hast Du es mit dem zweiten Sieb geprüft, es ist die Güte. Ist, was Du mir erzählen willst, wenn schon nicht als wahr erwiesen , so wenigstens gut?"

"Nein, das ist es nicht, im Gegenteil." Der Weise unterbrach ihn: "Lass und auch noch das dritte Sieb anwenden und fragen, ob es notwendig ist, mir das zu erzählen, was Dich so erregt."

"Notwendig nur gerade nciht." "Also", lächelte der Weise, " wenn das, was Du mir erzählen willst, weder wahr noch gut noch notwendig ist, so lass es begraben sein und belaste Dich und Mich nicht damit!"

Axel Kühner

Viele Grüße Saphira
Duke
Wunderbar ausgesucht, voller Weisheit und Wahrheit, liebe Saphira. Finde es wundervoll was Du gefunden hast. Wir sollten uns dies zu Herzen nehmen. Genauso tiefgründig und lehrreich sind auch die Bibelverse. Sie treffen stets zu und spiegeln unsere menschliche Seele wieder. Ich lese sie, genauso wie den täglichen Bibelspruch, der mich inspiriert die einen oder anderen Dinge des Lebens mit anderen Augen zu sehen.
Mit "Gott" im Herzen ist der Tag schöner, die Erfahrungen tiefer und das Leben bekommt seinen eigentlichen Sinn.
Saphira
Danke Duke,
hier noch eine schöne Geschichte um sich ein bischen Inspirieren zu lassen.

Ungeduld des Herzens

Ein Mann bekommt eines Tages eine wunderbare Gans geschenkt. Am nächsten Morgen legt die Gans ein goldenes Ei. Der Mann ist außer sich vor Freude uns strahlt vor Glück. Am foldenden Morgen legt die Gans wieder ein goldenes Ei. Der Mann weiß sich vor Jubel kaum zu fassen. Nun kann er sich alle Wünsche erfüllen. Als die Gans am dritten Morgen wieder ein goldenes Ei legt, kommt ihm ein Gedanke. Er rennt in die Küche, holt das große Messer, stürtzt sich auf die Gans, schneidet sie hastig auf und greift gierig hinein. Aber findet nur Gedärme und Dreck. Nun ist die Gans tot und legt ihm nie wieder ein goldenes Ei.

Eine traurige Geschichte, die vom Menschen erzählt, der in seiner Gier nach mehr das Lebensglück zertört. Jeder Tag, jeder Lebensabschnitt, jede Liebe, jede Beziehung ist ein großes Geschenk. Wir brauchen Zeit und Ruhe, um die täglichen Geschenke richtig zu empfangen und mit ihnen besonnen umzugehen. Aber die Ungeduld des menschlichen Herzens hat schon so manchen Tag, so manche Liebe, so manches zarte Glück zerstört, weil sie nicht warten und vertrauen konnte.

Die Angst vor dem Wenigere und die Gier nach dem Mehr machen uns das Leben schwer. Die Angst zu kurz zu kommen, etwas zu verpassen, das Glück zu versäumen, und die Gier, immer alles und sofort haben zu wollen, machen unser Leben kaputt. Wier müssen jeden Tag in Ruhe angehen, jedes Glück besonnen empfangen, jede Beziehung ausreifen lassen und jeden Erfolg wachsen lassen.

Wie hastig rennen die Menschen hinter dem großen Leben her und sehen nicht die vielen wunderbaren kleinen Dinge. Wie ängstlich hüten die Menschen ihre Güter und vergessen das wirklich Gute, ihre Lebenszeit zu nutzen.

Axel Kühner

VG Saphira